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Dr.med.
Chr.Helligrath
Praxis für
Frauenheilkunde und Geburtshilfe
in Essen
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Informationen für Familien mit familiärem Brustkrebsrisiko.
Ein Gentest kann Auskunft geben.
5% aller Brustkrebsfälle betreffen Familien, in denen erblich bedingt
manche Krebsarten gehäuft auftreten. Dazu gehören der familiäre Schilddrüsenkrebs, bestimmte
Darmtumoren, das familiäre Retinoblastom, eine Krebserkrankung des Auges und auch Formen des Brustkrebses.
Bei dieser kleinen Gruppe von Frauen sind die Abschnitte BRCA1 und BRCA2 auf ihrer Erbsubstanz verändert.
Die betreffenden Erbabschnitte regulieren das Zellwachstum. Sind sie verändert wachsen die Zellen unkontrolliert
und Brustkrebs kann entstehen.
Mit Hilfe hochmoderner molekularbiologischer Methoden ist es heute möglich,
diese veränderten Gensequenzen aufzudecken, bevor sich ein Tumor entwickeln kann. In diesem Fall können
vorbeugende chirurgische Eingriffe oder engmaschige Vorsorgeuntersuchungen veranlaßt werden. Die Deutsche
Krebshilfe hat in den 12 Städten Berlin, Bonn, Dresden, Düsseldorf, Frankfurt, Heidelberg, Kiel, Leipzig,
München, Münster, Ulm und Würzburg Zentren eingerichtet, die sich mit dieser Fragestellung auseinandersetzen.
Da ein solcher Gentest nur sinnvoll ist, wenn er in ein umfassendes Beratungskonzept eingebunden ist, beraten in
diesen Zentren Gynäkologen, Humangenetiker und Psychologen über präventive und therapeutische Möglichkeiten.
Psychologische Betreuung ist im Falle eines positiven Gentests von sehr großer Bedeutung, da das Wissen um
eine genetische Krebsveranlagung zwar einerseits gezielte Vorsogemaßnahmen möglich macht, andererseits
aber auch eine große seelische Belastung darstellt.
Folgende Risikogruppen wurden definiert, die als Einschlußkriterien für
die Untersuchung gelten:
Familien, in denen mindestens zwei Frauen (Mutter, Schwester, Tochter oder sie selbst)
an
Brustkrebs und/oder Eierstockskrebs erkrankt sind, darunter eine, die zum Zeitpunkt der
Erkrankung unter 50 Jahre alt ist.
Familien, in denen eine Frau an einseitigem Brustkrebs erkrankt ist, wobei das
Erkrankungsalter 30 Jahre oder jünger beträgt.
Familien, in denen eine Frau an beidseitigem Brustkrebs erkrankt ist, wobei das
Erkrankungsalter 40 Jahre oder jünger beträgt.
Familien, in denen eine Frau an Eierstockskrebs erkankt ist, wobei das Erkrankungsalter
40
Jahre oder jünger beträgt.
Familien, in denen ein Mann an Brustkrebs
erkrankt ist
Beratungsstelle
der Universitätsfrauenklinik der Universität Düsseldorf
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