Impfung gegen
Gebärmutterhalskrebs ab 2006 auf dem deutschen Markt.
Schutz vor Infektion mit Humanen
Papilloma-Viren (HPV) erstmalig möglich
Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen gemäß
der STIKO Empfehlung die Kosten bei Mädchen zwischen 12 und
17 Jahren.
Der Gebärmutterhalskrebs und seine
entsprechenden Vorstufen sind eine Infektionskrankheit, derer Erreger
das humane Papilloma-Virus ist, kurz HPV. Bei HPV handlet es sich
um ein kleines DNS-Virus, welches primär Oberflächenzellen
des Genitaltraktes infiziert. Die Übertragung des Virus erfolgt
in der Regel durch direkten Haut- bzw.Schleimhautkontakt, oft beim
Geschlechtsverkehr. Eine nicht-sexuelle Übertragung ist möglich.
Ab sofort stehen Impfstoffe gegen HPV zur Verfügung, die Schutz
vor den wichtigsten HPV-Typen bieten, von denen heute mehr als 100
bekannt sind.
Pro Jahr werden in Europa 33.000 neue
Fälle von Gebärmutterhalskrebs diagnostiziert. Täglich
sterben 40 Frauen in Europa an dieser Krebsart, die nach dem Brustkrebs
die zweithäufigste Krebstodesursache bei Frauen darstellt.
Ursache für die Entstehung eines Gebärmuterhalskrebses
ist eine HPV Infektion, die sich in über 99% aller Gebrmuterhalskrebse
nachweisen lässt.
Die neuen Impfstoffe haben sich in
großen Studien als sehr gut verträglich und 100%-ig wirksam
gegen die geimpften HPV-Typen erwiesen.
Ziel der Impfung gegen HPV ist die
Vermeidung der Infektion krankmachender HPV-Typen. Die Dauer der
Schutzwirkung ist derzeit noch unbekannt, Langzeituntersuchungen
dazu laufen. Es kann aber von einem Schutz von 5 (-10 ?) Jahren
ausgegangen werden, bevor eine Auffrischimpfung zur Erinnerung des
Immunsystems notwendig werden wird. Beispielsweisesind bei der wichtigen
Standardimpfung gegen Tetanus und Diphterie (Td) auch 10-jährige
Impfintervalle die Regel.
Zielgruppe:
- alle Mädchen vor Eintritt in das sexuell aktive Alter
- weibliche Jugendliche und Frauen vor und während der sexuell
aktiven Zeit. Das Präparat Gardasil ist zugelassen für
Frauen unter 26 Jahren.
Über die Wiksamkeit der HPV Impfung bei Frauen, die bereits
infiziert sind oder bereits eine Infektion durchgemacht haben, lässt
sich derzeit keine Aussage machen.
Wünschenswert wäre natürlich auch die Impfung von
Jungen. Einige Krankenkassen übernehmen die Kosten hierfür.
Sprechen Sie mit Ihrer Krankenkasse.
Impstoffe:
Gardasil ® , Fa.Sanofi Pasteur MSD, Schutz gegen HPV 6 &11 und
16 &18, damit auch zusätzlicher Schutz vor übertragbaren
Genitalwarzen/Feigwarzen (Condylomata acuminata)
Cervarix ® , Fa. Glaxo Smith
Kline, Schutz gegen HPV 16 & 18
Impfschema:
Gardasil ®: 0,2 und 6 Monate
Cervarix ®: 0,1 und 6
Monate
Kosten:
Ab dem 1.Juli 2008 können Mädchen zwischen
12 bis 17 Jahren auf Kosten der Krankenkasse nach Vorlage der Chipkarte
oder eine Überweisung geimpft werden.
Anderenfalls kostet die Impfung insgesamt
rund 520,- Euro. 159,- Euro pro Impfdosis (3 werden benötigt)
plus Kosten des Impfarztes für Beratung und Durchführung
von 3 Impfungen (40,- Euro).
Auswirkung der Impfung auf
die gynäkologische Krebsvorsorge:
Die derzeit verfügbaren Impfstoffe decken nur die
zwei wichtigsten krebserregerden HPV Typen (Typ 16 und 18) ab. Daher
sind gynäkologische Krebsvorsorgeuntersuchungen weiterhin notwendig
! Eine eventuelle Impfung hat keine Auswirkungen auf die Intervalle
der Krebsvorsorgeuntersuchungen.
Haben Sie Interesse
an der HPV-Impfung ? Haben Sie Fragen ?
Bitte
sprechen Sie mich oder eine meiner Mitarbeiterinnen an.
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