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© 1998 -2012
Dr.Chr.Helligrath,
Essen
Impressum

Dr.med.
Chr.Helligrath

Praxis für
Frauenheilkunde und Geburtshilfe
in Essen

Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs ab 2006 auf dem deutschen Markt.

Schutz vor Infektion mit Humanen Papilloma-Viren (HPV) erstmalig möglich

Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen gemäß der STIKO Empfehlung die Kosten bei Mädchen zwischen 12 und 17 Jahren.

Der Gebärmutterhalskrebs und seine entsprechenden Vorstufen sind eine Infektionskrankheit, derer Erreger das humane Papilloma-Virus ist, kurz HPV. Bei HPV handlet es sich um ein kleines DNS-Virus, welches primär Oberflächenzellen des Genitaltraktes infiziert. Die Übertragung des Virus erfolgt in der Regel durch direkten Haut- bzw.Schleimhautkontakt, oft beim Geschlechtsverkehr. Eine nicht-sexuelle Übertragung ist möglich. Ab sofort stehen Impfstoffe gegen HPV zur Verfügung, die Schutz vor den wichtigsten HPV-Typen bieten, von denen heute mehr als 100 bekannt sind.

Pro Jahr werden in Europa 33.000 neue Fälle von Gebärmutterhalskrebs diagnostiziert. Täglich sterben 40 Frauen in Europa an dieser Krebsart, die nach dem Brustkrebs die zweithäufigste Krebstodesursache bei Frauen darstellt. Ursache für die Entstehung eines Gebärmuterhalskrebses ist eine HPV Infektion, die sich in über 99% aller Gebrmuterhalskrebse nachweisen lässt.

Die neuen Impfstoffe haben sich in großen Studien als sehr gut verträglich und 100%-ig wirksam gegen die geimpften HPV-Typen erwiesen.

Ziel der Impfung gegen HPV ist die Vermeidung der Infektion krankmachender HPV-Typen. Die Dauer der Schutzwirkung ist derzeit noch unbekannt, Langzeituntersuchungen dazu laufen. Es kann aber von einem Schutz von 5 (-10 ?) Jahren ausgegangen werden, bevor eine Auffrischimpfung zur Erinnerung des Immunsystems notwendig werden wird. Beispielsweisesind bei der wichtigen Standardimpfung gegen Tetanus und Diphterie (Td) auch 10-jährige Impfintervalle die Regel.

Zielgruppe:
- alle Mädchen vor Eintritt in das sexuell aktive Alter
- weibliche Jugendliche und Frauen vor und während der sexuell aktiven Zeit. Das Präparat Gardasil ist zugelassen für Frauen unter 26 Jahren.

Über die Wiksamkeit der HPV Impfung bei Frauen, die bereits infiziert sind oder bereits eine Infektion durchgemacht haben, lässt sich derzeit keine Aussage machen.

Wünschenswert wäre natürlich auch die Impfung von Jungen. Einige Krankenkassen übernehmen die Kosten hierfür. Sprechen Sie mit Ihrer Krankenkasse.

Impstoffe:
Gardasil ® , Fa.Sanofi Pasteur MSD, Schutz gegen HPV 6 &11 und 16 &18, damit auch zusätzlicher Schutz vor übertragbaren Genitalwarzen/Feigwarzen (Condylomata acuminata)

Cervarix ® , Fa. Glaxo Smith Kline, Schutz gegen HPV 16 & 18

Impfschema:
Gardasil ®: 0,2 und 6 Monate
Cervarix ®: 0,1 und 6 Monate

Kosten:
Ab dem 1.Juli 2008 können Mädchen zwischen 12 bis 17 Jahren auf Kosten der Krankenkasse nach Vorlage der Chipkarte oder eine Überweisung geimpft werden.

Anderenfalls kostet die Impfung insgesamt rund 520,- Euro. 159,- Euro pro Impfdosis (3 werden benötigt) plus Kosten des Impfarztes für Beratung und Durchführung von 3 Impfungen (40,- Euro).

Auswirkung der Impfung auf die gynäkologische Krebsvorsorge:
Die derzeit verfügbaren Impfstoffe decken nur die zwei wichtigsten krebserregerden HPV Typen (Typ 16 und 18) ab. Daher sind gynäkologische Krebsvorsorgeuntersuchungen weiterhin notwendig ! Eine eventuelle Impfung hat keine Auswirkungen auf die Intervalle der Krebsvorsorgeuntersuchungen.

Haben Sie Interesse an der HPV-Impfung ? Haben Sie Fragen ?
Bitte sprechen Sie mich oder eine meiner Mitarbeiterinnen an.

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