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© 1998 - 2017
Dr.Chr.Helligrath,
Essen
Impressum

Dr.med.
Chr.Helligrath

Praxis für
Frauenheilkunde und Geburtshilfe
in Essen

Was bedeutet das Ergebnis der
Krebsvorsorgeuntersuchung (PAP) ?

Im Rahmen der jährlichen Krebsvorsorgeuntersuchungen werden 2 Zellabstriche mit dünnen Wattetupfern vom Gebärmutterhals entnommen, fixiert, in einem Institut für Zelluntersuchungen gefärbt und anschließend auf Zellveränderungen bzw.Krebsvorstufen untersucht. Zunächst wird unter Sicht ein Abstrich von der äußeren Oberfläche des Gebärmutterhalses entnommen. Anschließend wird ein weiterer Abstrich aus dem Inneren des Gebärmutterhalskanales entnommen. Dieser zweite Abstrich wird manchmal als etwas unangenehm empfunden. Ergänzt wird die Entnahme des Krebsvorsorgeabstriches durch die Kolposkopie und bei entsprechenden Hinweiszeichen durch die Entnahme des HPV-Abstriches.

Die Ergebnisse des Zellabstriches werden nach dem griechischen Arzt Papanicolaou in verschiedene Gruppe eingeteilt. Nach seinem Namensgeber wird der Abstrich kurz PAP-Test genannt. Der Test wurde bereits 1943 entwickelt. Neuer Techniken wie das ThinPrep Verfahren erlauben eine verfeinerte Diagnostik.

Seit 2015 werden die Ergebnisse der zytologischen Untersuchungen nach einer neuen Nomenklatur beschrieben (München III):

PAP-Gruppe: 
Bedeutung:
Empfehlung:
0 Technisch unbrauchbar Baldige Wiederholung
I Unauffälliges Zellbild Jährliche Kontrolle
II Befunde mit eingeschränkt protektivem Wert Keinerlei Krebsverdacht, ggf.Abstrichkontrolle nach Entzündungsbehandlung
II-p Leichte Zellveränderungen plattenepithelialer Zellen
meist entzündlich bedingt
II-g Leichte Zellveränderungen cervikaler Drüsenzellen
meist entzündlich bedingt
II-e Endometriumzellen in der II.Zyklushälfte
III Unklare bzw.zweifelhafte Befunde Je nach klinischem und kolposkopischem Befund Kontrollabstrich in 3 Monaten (wenn möglich in ThinPrep-Technik) oder sofortige feingewebliche Untersuchung
III-p Nachweis von Zellen mit leichter bis mittelschweren Zellveränderungen des Plattenepithels, invasiver Krebs nicht auszuschließen
III-g Nachweis von Zellen mit leichter bis mittelschweren Zellveränderungen des Drüsenepithels, invasiver Krebs nicht auszuschließen
III-e Abnorme Zellen des Endometriums (insbesondere nach den Wechseljahren)
III-X Zweifelhafte Drüsenzellen ungewissen Ursprungs
III-D Dysplasiebefunde mit größerer Regressionsneigung Abstrichkontrolle in 3 Monaten (wenn möglich in ThinPrep-Technik) Besteht der Befund länger als 6 Monate sollte eine feingewebliche Untersuchung durchgeführt werden.
III-D-1 Zellen einer leichten Dysplasie,
CIN 1
III-D-2 Zellen einer mäßigen Dysplasie, CIN 2
IV Unmittelbare Vorstadien des Gebärmutterhalskrebses Sofortige feingewebliche Untersuchung
IV-a-p Zellen einer schweren Dysplasie, Carcinom in situ, CIN 3
IV-a-g Zellen eines Adenocarcinoma in situ
IV-b-p CIN3, Invasion nicht auszuschließen
IV-b-g Adenocarcinoma in situ, Invasion nicht auszuschließen
V Krebserkrankungen Sofortige feingewebliche Untersuchung mit entsprechender operativer- oder Strahlentherapie
V-p Plattenepithelcarcinom
V-g Endocervikales Adenocarcinom
V-e Endometriales Adenocarcinom
V-x Malignome unklaren Ursprungs


Bis 2014 existierte nachstehende Klassifikation der Krebsanbstrichergebnisse mit den daraus resultierenden diagnostischen oder therapeutischen Empfehlungen:

PAP-Gruppe: Bedeutung: Empfehlung:
0 Technisch unbrauchbar BaldigeWiederholung
I Normales Zellbild Jährliche Kontrolle
II Entzündliche oder degenerative Zellveränderungen Keinerlei Krebsverdacht, ggf.Abstrichkontrolle nach Entzündungsbehandlung
II - W Entzündliche oder degenerative Zellveränderungen, die eine definitive Einteilung als gutartig nicht zulassen Abstrichkontrollen in 3-6 Monaten ggf.nach Entzündungsbehandlung oder nach den Wechseljahren nach Vorbehandlung mit hormonhaltigen Scheidenzäpfchen (wenn möglich in ThinPrep-Technik)
II - W(K) Hinweise auf eine HPV-Infektion ohne Zellveränderungen Abstrichkontrolle in 3 Monaten (wenn möglich in ThinPrep-Technik)
III D Nachweis von Zellen mit leichter bis mittelschweren Zellveränderungen Abstrichkontrolle in 3 Monaten (wenn möglich in ThinPrep-Technik) Besteht der Befund länger als 6 Monate sollte eine feingewebliche Untersuchung durchgeführt werden.
III Schwere Zellveränderungen, Bösartigkeit nicht auszuschließen Je nach klinischem und kolposkopischem Befund Kontrollabstrich in 3 Monaten (wenn möglich in ThinPrep-Technik) oder sofortige feingewebliche Untersuchung
IV A Schwere Zellveränderungen Sofortige feingewebliche Untersuchung
IV B Schwere Zellveränderungen, Frühform eines Gebärmutterhalskrebses nicht auszuschließen Sofortige feingewebliche Untersuchung
V Zellen eines bösartigen Gebärmutterhalskrebses Sofortige feingewebliche Untersuchung mit entsprechender operativer- oder Strahlentherapie

Ergibt sich aufgrund eines auffälligen Krebsabstriches (PAP III, III-D,IV) die Notwendigkeit der Durchführung einer feingeweblichen Untersuchung, bedeutet dies oft die Empfehlung zur Konisation. Hierbei wird in einer kurzen Vollnarkose eine kegelförmige Gewebescheibe vom Gebärmutterhals entfernt. Verschiedene Techniken stehen hierbei zur Verfügung. Es existiert die Messerkonisation mit einem Skalpell, die Laser-Konisation oder die Konisation mit einer elektrischen Schlinge. Dieser Kegel enthält dann die Auffälligkeiten tragenden Zellen enthalten. Ein Eingriff, der durchaus ambulant in einer Kurznarkose durchgeführt werden kann. Sind durch diesen Eingriff alle Bereiche mit Zellveränderungen entfernt, brauchen anschließend lediglich regelmäßig weitere Zellabstrichentnahmen durchgeführt werden.

Befinden sich die Auffälligkeiten komplett im Bereich der sichtbaren Oberfläche des Gebärmutterhalses (Kolposkopie), kann therapeutisch auch über eine sogenannte Laservaporisation nachgedacht werden. Hierbei wird, nach vorheriger feingeweblichen Sicherung der Diagnose durch mehrere, repräsentative, kleine Gewebeproben, die Oberfläche des Gebärmutterhalses mit einem CO2-Laser vaporisiert. Das bedeutete, daß die oberflächliche Gewebeschicht mit den zuvor diagnostizierten Zellveränderungen destruiert, d.h.zerstört wird. Auch diese Art von Behandlung kann ambulant in einer Kurznarkose durchgeführt werden.

Im seltenen Falle der Diagnose eines Gebärmutterhalskrebses sind selbstverständlich weitere therapeutische Maßnahmen unumgänglich.

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